Autoleder ist selten reines Anilinleder – meist handelt es sich um pigmentiertes Semianilin mit einer Lackschicht darüber. Das ist strapazierfähig, aber die Lackschicht bricht mit den Jahren auf, wenn das Leder darunter austrocknet.
Schritt 1: Reinigung
Vor jeder Pflege muss der Schmutz raus. Jeansfärbung auf hellem Leder, Sonnencreme im Sommer, Handcreme am Lenkrad – all das legt sich in die Ledernarbung. Wir arbeiten mit pH-neutralen Lederreinigern und weichen Bürsten, nie mit Allzweckreinigern oder Alkohol. Alkohol trocknet das Leder aus und beschleunigt genau die Risse, die man vermeiden will.
Schritt 2: Rückfettung
Ein guter Lederbalsam ersetzt die Weichmacher, die das Leder über die Zeit verliert. Wichtig: dünn auftragen, einziehen lassen, Überschuss abnehmen. Wer zu viel aufträgt, bekommt einen klebrigen Sitz und dunkelt das Leder ungleichmäßig ab.
Was gar nicht geht
- Klarsichtsprays oder Cockpitspray auf Leder – hinterlässt Glanz, tut dem Leder nichts.
- Dampfreiniger direkt auf die Sitzfläche – Naht und Kleber leiden.
- Baumwolltücher mit Reibung: Feine Fasern hängen sich in die Narbung.
Frequenz
Reinigung nach Bedarf, Rückfettung zwei- bis dreimal im Jahr. Fahrzeuge, die viel in der Sonne stehen, brauchen häufiger Pflege. Ideal ist eine Innenraum-Grundreinigung im Frühjahr und eine leichte Pflege vor dem Winter.
Was, wenn das Leder schon reißt?+
Kleine Risse können farblich retuschiert und mit Flüssigleder aufgefüllt werden. Größere Schäden brauchen einen Sattler.
Innenaufbereitung
Wir behandeln Leder, Alcantara und Stoffbezüge nach Materialtyp – nicht mit einem Produkt für alles.


